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Geschichte

Bereits vor den ersten Menschen lebten in Europa riesige Herden wilder Pferde. Ihre fossilen Knochen findet man noch heute zusammen mit denen der Mammuts, des Höhlenlöwen und des Säbelzahntigers. Mit den großen Süd- Nordbewegungen der Tiere gelangten die Urpferde auch nach Britannien, als die Insel noch mit dem Festland verbunden war (Quelle: Speed). Der Lebensraum veränderte sich allmählich. Vom Menschen der Steinzeit gejagt, wurden die Pferde stark dezimiert. Die spätere Einkreuzung südlicher Pferderassen in die ursprünglichen Ponies trug dazu bei, dass diese heute in Europa fast ausgestorben sind. Nur in der Unwirtlichkeit der Hochebene von Exmoor in Südwestengland überlebten bis in unsere Tage einige Herden noch nahezu wilder Ponies. Knochenfunde und Höhlenmalereien bestätigten das Exmoor-Pony als Nachfahre der eiszeitlichen Wildpferde. Nach dem zweiten Weltkrieg mit 50 Tieren in 15 Herden im Moor fast ausgestorben, zählt der Weltbestand heute wieder mehr als 1.000 Tiere. Davon leben etwa 150 Tiere halbwild im Moor. Hier trotzen sie nach wie vor extremer Kälte, Regen, Schnee im Winter und Hitze im Sommer bei karger Kost.



Mit seiner sprichwörtlichen Robustheit ist das Exmoor-Pony ein wahres Geschenk der Natur. Wie in ihrer Heimat fühlen sich auch die deutschen Tiere ganzjährig im Freien wohl. Nach wie vor zählt das Exmoor-Pony aber zu den seltensten Pferderassen überhaupt. In Deutschland leben inzwischen ca. 300 Tiere.